Gerätehaus

Gerätehaus

Im Jahre 1963 entschied man sich den Grundstein für ein neues Feuerwehrgerätehaus an der Freisinger Straße zu legen. Notwendig machte diesen Neubau damals der mit den Aufgaben gewachsene Fuhrpark der Feuerwehr. Zunächst entstand ein Bau mit sechs Fahrzeugstellplätzen, Schulungs- und Sozialräumen.  Auch zwei Dienstwohnungen wurden untergebracht. Doch das Aufgabenspektrum und damit der Fahrzeugpark wuchsen weiter. 1963 war der Grund für den Neubau die Anschaffung einer Drehleiter deren Einsatzbereich hauptsächlich bei Brandeinsätzen liegt. Den Anbau einer weiteren Garage 1979 erforderte die Anschaffung eines Rüstwagens zur Technischen Hilfeleistung auf den damals entstandenen Autobahnen. Aber auch diese Erweiterung war auf Dauer nicht ausreichend. Es entstand ein  größerer Anbau auf der Rückseite des Gerätehauses, der drei Fahrzeugstellplätze beinhaltete. Unter diesem wurde das ebenfalls mittlerweile dringend benötigte Materiallager eingerichtet.  Weiter beherbergt das Gerätehaus heute Büros für die Führung, Räume zur Pflege und Wartung der Atemschutzausrüstung, Räume zur Trocknung und Pflege der Schläuche und eine Waschhalle. Im hinteren Bereich stehen Parkplätze für die Einsatzkräfte zur Verfügung.
 
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Ansicht von der Freisinger Straße
 
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Ansicht vom Parkplatz
 
 
 
 

Alarmanzeige

Wie ist das Einsatzstichwort? Wo ist der Einsatzort und in welcher Reihenfolge sollen die Einsatzfahrzeuge dort hinausrücken? All das müssen die Einsatzkräfte vor dem Ausrücken wissen. In Oberschleißheim setzt man dazu auf eine Alarmanzeige mittels eines kommerziell verfügbaren Systems. Über zwei Monitore auf den Wegen zu den Spinden können die Ausrückenden die Informationen leicht ablesen. Gleichzeitig wird an einem Drucker ein Alarmschreiben ausgedruckt und eine Anfahrtsbeschreibung, die auch in dem Monitor angezeigt wird. Letztere dient dazu den Maschinisten die Anfahrt zu erleichtern. Im Ruhezustand zeigt die Anzeige Wetterdaten, die Waldbrandgefahrenstufen und Hinweise zu anstehenden Terminen.

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Atemschutzwerkstatt

Atemschutzgeräte sind ein wichtiger Ausrüstungsgegenstand der Feuerwehr. Ihre volle Funktionsfähigkeit ist im Einsatzfall meist lebenswichtig. Daher sind die Geräte kontinuierlich nicht nur nach Einsätzen zu prüfen. Bestimmte Bauteile sind darüber hinaus nach festgelegten Zeiträumen zu ersetzen. Um all dies leisten zu können steht den entsprechend ausgebildeten Atemschutzgerätewarten eine eigene Werkstatt zur Verfügung. Hier können alle notwendigen Arbeiten durchgeführt werden. Für die vorgeschriebenen Prüfungen steht ein Prüfgerät „ProfiCheck“ bereit. Atemluftflaschen können über einen Kommpressor gefüllt werden.

 

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Atemschutzwerkstatt

 

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ProfiCheck

 

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Atemluftkompressor

 

Schlauchwasch- und -prüfanlage

Feuerwehrschläuche sind nach Einsätzen und Übungen zu reinigen und auf Dichtigkeit zu prüfen. Dazu ist das Feuerwehrgerätehaus schon früh mit einer Schlauchwäsche, einem Schlauchtrockenturm und einer Druckprüfanlage ausgestattet worden. Allerdings waren alle diese Dinge mehr oder weniger im Haus verteilt und erforderten großen manuellen Aufwand. Die Druckprüfanlage war mittlerweile längst nicht mehr Stand der Technik und auch nicht mehr richtig funktionstüchtig.

Seit Nov. 2011 ist nun eine automatische Wasch- und Prüfanlage, die alle nach einer Schlauchnutzung notwenigen Schritte mit wenigen Handgriffen an zentraler Stelle bündelt in Betrieb. Der benutzte Schlauch geht vereinfacht gesagt in die Maschine und kommt gebrauchsfertig gerollt wieder heraus. Nach Einsätzen und Übungen stehen dadurch Schläuche erheblich schneller wieder zur Verfügung.

 

 

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Schlauchwasch- und -prüfanlage

Ruheraum

Im Rahmen von räumlichen Umgestaltungen im Gerätehaus konnte jetzt ein Ruheraum für drei Personen im Dachgeschoss eingerichtet werden. Weichen musste dafür ein zuletzt nicht mehr genutztes Büro. Für besondere Einsatzlagen oder Ereignisse steht nun ein Raum zur Verfügung in dem Schlafmöglichkeiten vorhanden sind.

 

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