Persönliche Schutzausrüstung (PSA)

In den nachfolgenden Artikeln, möchten wir die bei uns vorhande Schutzkleidung vorstellen. Wenn man alles zusammennimmt ist diese ziemlich umfangreich und vielfältig. Neben der Funktion als "Uniform",die in Form der Ausgehuniform eigendlich nur noch bei Sicherheitswachen, Versammlungen oder Veranstaltungen genutzt wird, dient sie zum Schutz vor verschiedensten Gefahren. Bei den Sicherheitswachen kommt ebenfalls Dienstkleidung zum Einsatz, die etwas funktioneller ist als die Ausgehuniform und bereits eine gewisse Schutzfunktion im Sinne normaler Arbeitskleidung hat, aber noch relativ representativ aussieht. Nach folgend nun aber die Schutzkleidung für den Einsatz. Die Kleidung der First Responder finden Sie dort. Noch etwas zur PSA: Diese kommt immer dann zum Einsatz, wenn eine Gefahr für die Einsatzkräfte nicht anders beseitigt bzw. verringert werden kann. So ist das Tragen von Atemschutz zwar sehr anstrengend und erfordert eine umfangreiche Ausbildung, aber eine Brandbekämfung ist meist mit der Gefahr durch Atemgifte verbunden. Diese kann nur durch den Einsatz von Atemschutzgeräten beseitigt werden. 

Feuerwehrschutzanzug

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Der standardt Feuerwehrschutzanzug besteht aus Feuerwehrschutzhelm mit Gesichtsschutz, Nackenschutz und Helmlampe, Feuerwehrschutzjacke und -hose, Feuerwehrschutzhandschuhe für die Technische Hilfeleistung und Feuerwehrschutzstiefel. Dieser Anzug wird von allen Einsatzkräften im Einsatz getragen.

 

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In Bayern dürfen Angehörige der Jugendfeuerwehr ab 16 Jahren außerhalb des Gefahrenbereiches an Einsätzen teilnehmen. Um diese von den normalen Einsatzkräften zu unterscheiden, tragen diese weiter die Schutzjacke der Jugendfeuerwehr.

Atemschutzgeräteträger

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Zusätzlich zum Feuerwehrschutzanzug kommt bei einem Atemschutzgeräteträger noch einiges an Schutzausrüstung dazu.  Außerdem sind Handschuhe und Hose nun so ausgelegt, dass Sie bei einer möglichen kurzen Flammenbeaufschlagung (z.B. Rauchdurchzündung) schützen. Optisch ist dies nur an den anderen Handschuhen zu erkennen. Der Unterschied in der Materialstärke der Hose ist auf dem Bild nicht zu erkennen.  Zusätzlich zum Anzug sind die Vollmaske, das Atemschutzgerät und der Leinenbeutel erkennbar. Außerdem kommt der Feuerwehrsicherheitsgurt dazu, der eine mögliche notwendige Selbstrettung durch Abseilen ermöglichen soll. An ihm wird zusätzlich noch ein Feuerwehrbeil mitgeführt.  Der Gesichtsschutz ist abgenommen, da er nicht benötigt wird und u.U. durch Hitze beschädigt werden kann. Der Leinenbeutel entält neben der Feuerwehrleine noch Bandschlingen, ein Rettungsmesser und Holzkeile, sowie in der vorderen angehängten Tasche eine Brandfluchthaube. Von der weiteren Ausstattung eines Atemschutztrupps sind eine Wärmebildkamera und eine Feuerwehraxt zusehen.

Warnweste

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Beim Aufenthalt im Bereich von Verkehrsflächen ist das Tragen von Warnkleidung Pflicht. Der normale Feuerwehrschutzanzug verfügt auf Gund der darauf angebrachten Reflextreifen über eine entsprechende Zulassung als solche. Gerad im Sommer wird aber gerne, wenn es die Einsatzlage zuläst auf die Feuerwehrschutzjacke verzichtet. Dann muss zur besseren Sichtbarkeit entsprechender Ersatz inform einer Warnweste getragen werden. Diese kann antürlich auch ergänzend über der Schutzjacke gtragen werden. Im Bild die Weste ohne Einsatzjacke; es fehlen die Schutzhandschuhe.

Funktionskennzeichnung

 

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Zur Kennzeichnung von verschiedenen Funktionen im Einsatz werden Westen eingesetzt. Auf den Bildern ist die Weste für einen Gruppenführer abgebildet. Im allgemeinen finden folgende Farben Verwendung:

Führungsfunktionen:

  • gelb --> Einsatzleiter
  • weiß --> Abschnittsleiter (auch Ltd. Notarzt; org. Ltd. Rettungsdienst)
  • rot --> Zugführer
  • balu --> Gruppenführer

Sonderfunktionen:

  • grün --> Pressesprecher/-betreuer
  • weiß mit Schachbrett --> (zentrale) Atemschutzüberwachung
  • violett --> Fachberater Seelsorge bzw. Kräfte PSNV -E/-B

Schutzkleidung für Gefahguteinsätze

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Bei Einsätzen mit Gefahrstoffen muss die Schutzkleidung gegen die verschiedensten möglichen Gefahren solcher Stoffe schützen. Das heißt sie muss für feste oder flüssige Stoffe undurchlässig sein oder in der höchsten Schutzstufe sogar gasdicht. Je nach Gefahr die an der Einsatzstelle droht gibt es die die Gefahrengruppen von I - III. Nach diesen Gefahrengruppen und ob es sich um atomare, biologische oder chemische Gefahren handelt richtet sich dann auch die Schutzkleidung. Die mindest Ausrüstung zeigt die obere Bilderreihe. Sie besteht aus einer großen zusätzlichen Kopfhaube, Atemschutz und geeigneten Handschuhen mindestens aber Feuerwehrschutzhandschuhen. Die nächste Bilderreihe zeigt den Schutzanzug der Form II. Bei diesem wird das Atemschutzgerät außengetragen. Um eine Kontamination des Gerätes zu verhindern verfügt die Feuerwehr Oberschleißheim zusätzlich über Überwüfe aus dem gleichen Material wie der Anzug, die noch zusätzlich getragen werden. Die Schutzanzüge sind nur für einen einmaligen Gebrauch vorgesehen und  max. zehn Jahre lagerbar.

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Der Chemikalienschutzanzug (CSA) stellt die Form III der Schutzkleidung da. Er ist gegen wässerige und organische Flüssigkeiten beständig und eben auch luft- bzw. gasdicht. Unterdem Anzug ist ein umluftunabhängiges Pressluftatemschutzgerät zutragen. Der Anzug muss regelmäßig geprüft werden und ist wieder verwendbar.

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Hitzeschutzkleidung

 

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Um bei extremer Wärmestrahlung arbeiten zu können wird Hitzeschutzkleidung mit Metalloberfläche  eingesetzt. In Oberschleißheim ist die auch als Form II bezeichnete Variante aus Überwurf und Hanschuhen (Bildreihe oben) und die Form III, ein vollständiger Schutzanzug, vorhanden. Unter der Schutzkleidung muss zusätzlich Atemschutz getragen werden.

 

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Schutzweste

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Technische Daten / Beschreibung
Überziehweste mit Unterleibs-, Hals-, Kehlkopf- und Stichschutz
Schutzklasse: 1, 2 und 4
 
Einsatzzweck 
 
"Türöffnung" ist ein häufiges Einsatzstichwort. Je nach Lage kann eine Bedrohung der eingesetzten Kräfte nicht ausgeschlossen werden. Von Vorfällen, dass Kameraden bei solchen Einsätzen schwer verletzt wurden, wird immer wieder berichtet. Um die eingesetzen Kräfte bei den Arbeiten zukünftig besser vor solchen Gefahren zu schützen, wurde die Schutzweste als Ergänzung zur normalen persönlichen Schutzausrüstung beschafft. Sie wird auf denen Fahrzeugen, die Werkzeug zur Türöffnung vorhalten, mitgeführt.